Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser – Kennlinienmessung von PV Modulen

HT Instruments. Durch falsche Lagerung oder unvorsichtigen Transport können Mikrorisse in Photovoltaikmodulen entstehen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Fünf g+h-Leser haben jetzt die Möglichkeit, ein Messgerät für die Prüfung der Module zu testen.

Photovoltaik-Module erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei Bauherren und Besitzern bestehender Gebäude. Ist eine PV-Anlage erst einmal installiert, bringt jeder Sonnenstrahl Investitionskosten zurück. Wie schnell eine Anlage sich amortisiert, hängt ganz erheblich von ihrem Wirkungsgrad ab. Um diesen zu berechnen, kann man auf Datenblätter der Hersteller zurückgreifen. Die Module werden zuvor einem sogenannten „Flashtest“ unterzogen, der unter definierten Bedingungen im Labor statt findet. Je nach Ergebnis lassen sich daraus Rück- schlüsse auf die Ausbeute am späteren Ein- bauort schließen, und bei Markenprodukten kann man sich darauf verlassen, dass der angegebene Wert der tatsächlich gemessenen Qualität entspricht. Auf dem Weg von der Qualitätsprüfung bis zum Einbauort gibt es allerdings einige Unwägbarkeiten. So kann eine unsachgemäße Lagerung oder ein sorg- loser Transport schnell zu kleinsten Rissen im Modul führen, durch die Wasser eindringen kann oder Lötverbindungen sich lösen.

Mit bloßem Auge sind diese Stellen nicht zu sehen – beeinflussen den Wirkungsgrad aber ganz erheblich. Oft fallen die Leistungs- einbußen durch solche Schäden zunächst gar nicht auf. Manchmal ist erst viel später bei laufendem Betrieb der Anlage der Betreiber enttäuscht, dass der erzeugte Strom weit hinter den Erwartungen zurückbleibt, was das Image der Solartechnologie dauerhaft schädi- gen kann. Dabei ist die Ursache solcher Min- derleistung nicht selten ein defektes Modul. Wie aber soll hier der Austausch erfolgen und wer kommt für den Schaden auf? Im Nachhinein ist nur schwer nachzuweisen, wann das Modul beschädigt wurde. Möglicherweise entstand der Schaden ja auch erst beim Ein- bau oder während des Betriebes. Und selbst wenn das ausgeschlossen werden kann: Greift hier die Gewährleistung noch oder ist es schon zu spät für eine Reklamation?

Lesen Sie den gesamten Artikel aus der g+h Ausgabe April 2010